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Lungentransplantation

Lungentag 2020 - „COVID-19: Was ist für Lungenkranke zu bedenken?“

 

Termin Samstag, 25. Juli 2020 11:00 bis 13:00 Uhr
Tagungsort kostenlos im Netz

Plakat

 Plakat Lungentag Online Seminar 2020

Zur aktuellen COVID-19*-Epidemie in Deutschland

(*Corona-Virus-Disease 2019)

Soweit wie möglich wollen wir Sie zeitnah und vor allem gesichert – trotz der aktuellen „Infodemie“ - informieren.

Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19 führt nach aktuellen Studien bei 15 bis 20 Prozent der Infizierten zu einem schweren Verlauf, drei bis fünf Prozent müssen intensivmedizinisch betreut werden, bei einem Teil von Ihnen wird eine Beatmung notwendig. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) in einem Positionspapier am 17.04.2020 hin.

Wie eine COVID-19-Erkrankung verläuft, hängt stark vom allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen sowie etwaigen Vorerkrankungen ab. „Nach aktuellem Kenntnisstand ist der Verlauf bei 80 Prozent der Betroffenen mild. Bei etwa 20 Prozent der positiv getesteten Personen entwickelt sich nach dem derzeitigen Studienstand dagegen eine Erkrankung der Lunge“, laut Professor Michael Pfeifer, Präsident der DGP. Dabei durchlaufen an COVID-19 Erkrankte drei Phasen der Krankheit, die durch unterschiedlich starke Symptome gekennzeichnet sind.

  • Erste Phase, der frühen Infektion, äußert sich COVID-19 oft in Geschmacksstörungen, Halsschmerzen, Husten und in seltenen Fällen durch Durchfall.
  • Zweite Phase greift das Virus auf die Lunge über und löst Entzündungen des Lungengewebes aus, die rasch dazu führen können, dass die Sauerstoffversorgung im Körper gestört ist. In dieser Phase ist die Gabe von Sauerstoff erforderlich.
  • Dritte Phase ist durch schwere Lungenschäden bis hin zum Organversagen gekennzeichnet. Spätestens in dieser Phase müssen viele Patienten apparativ unterstützt werden – bis hin zur kontrollierten Beatmung über einen Tubus (Schlauch).

„Entscheidend ist es, jede dieser Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen“, sagt Dr. Michael Westhoff, stellv. Sprecher des Kompetenznetzwerks WeanNet. „Um festzustellen, in welcher Phase der Erkrankung sich ein COVID-19-Patient befindet und wie schwer sein Lungengewebe bereits geschädigt ist, muss ein Patient eingehend untersucht und im Verlauf engmaschig überwacht werden“, so der Experte weiter. Eine Röntgen- bzw. CT-Untersuchung und Blutgasanalyse geben Aufschluss über das Ausmaß der Lungenschäden. Ein strenges Monitoring der Vital- und Blutwerte hilft dabei, die Entwicklung eines Lungenversagens, wie auch weiterer Organschädigungen festzustellen und frühzeitig behandeln zu können.

Zur Selbsteinschätzung

Zu einer ersten Selbst-Einschätzung aktueller Symptome einer vielleicht bei Ihnen, Familienmitgliedern oder Bekannten aufgetretenen Infektion schauen Sie bitte quasi als „erste Hilfe“ in folgende Tabelle. Anhand von 10 aufgelisteten Symptomen können Sie zwischen den teilweise sehr ähnlich erscheinenden Infektions- Erkrankungen durch das neue Corona-Virus (SARS-CoV-2 oder COVID-19) einer gewöhnlichen Erkältung oder der „echten“ Grippe (Influenza) unterscheiden. Diese Tabelle datiert vom 10.03.2020. Sie wurde auf der Basis von Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Centers for Disease Control and Prevention (CDC in Atlanta, USA) und von DocCheck (in Köln) erstellt.

COVID 19 Tabelle

Häufiger wurde auch ein plötzlich auftretender Verlust des Geruchs- und/oder des Geschmacksempfindens beobachtet.

Wenn Sie im Einzelnen diese Symptom-Auflistung betrachten, werden Sie sehen, das lediglich 2 Symptome übereinstimmend als HÄUFIG, sowohl bei der Corona-Infektion, als auch bei der „echten“ Grippe, nämlich Fieber und Husten, auftreten. Nicht jedoch bei der „banalen“ uns allen bekannten Erkältung („Grippe“).

Ergänzend hierzu können Sie weiter zwischen den drei Krankheiten differenzieren, wenn Sie nur das „NEIN“ in der Tabelle betrachten.

Übereinstimmend zwischen der akuten Corona-Infektion und der „echten“ Grippe (Influenza) ist ein „NEIN“ bei den Erkrankungen beim Symptom „Schnupfen“, bei der Erkältung ist dies Symptom jedoch häufig.

Atemnot wird nicht bei der Erkältung und bei der Influenza beobachtet und nur manchmal bei der Corona-Infektion.

Wenn Sie dann noch betrachten, dass bei der banalen Erkältung (im Gegensatz zu der Corona-Infektion) drei Symptome häufig sind:

  • Gliederschmerzen, Schmerzen,
  • laufende oder verstopfte Nase und
  • Rachenentzündung,

dann können Sie schon zwischen diesen beiden Krankheiten oft unterscheiden.

Ergänzend zu der Bewertung sehen Sie bei der Influenza häufig das Auftreten von Abgeschlagenheit und Müdigkeit, nicht in dieser Häufung jedoch bei COVID-19 und der „banalen“ Erkältung.

Häufig sind ebenfalls Glieder- und Kopfschmerzen und Schmerzen bei der Influenza, nicht aber bei der COVID-19-Infektion.

Wir denken, diese übersichtliche Tabelle ermöglicht eine schnelle Ersteinschätzung durch Sie selbst.

Verständlicherweise kann diese Tabelle nicht alle Kriterien für eine Zuordnung Ihrer vermutlichen Infektions-Erkrankung zu einem der drei in der Tabelle aufgeführten Krankheitsbilder geben. Sie ist damit nur eine „Erste Hilfe“ (Orientierung), ersetzt aber auf keinen Fall die ärztliche Beratung, Inspektion und eine eventuell erforderliche Testung auf vorliegende krankheitsverursachende Keime.

Risikofaktoren

Als allgemein anerkannte Risikofaktoren gelten nach den Ergebnissen inzwischen zahlreicher Berichte - oft allerdings mit relativ kleinen Fallzahlen - von verstorbenen aber auch erfolgreich behandelten Patienten. Bei ihnen war die Infektion mit dem COVID-19-Virus jeweils durch Testung belegt. Danach gelten allgemein folgende Vorerkrankungen als wesentliche Risikofaktoren:

  • Chronische Lungenerkrankungen (z.B. COPD)
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)
  • Chronische Lebererkrankung
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) 
  • Krebserkrankungen
  • Ein geschwächtes Immunsystem (auch durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten wie z.B. Kortison)

Nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand sind weitere bedeutende Risikofaktoren für einen schweren Krankheitsverlauf:

  • Schwere Nierenerkrankungen,
  • höheres Alter (ab 50, stark ansteigend ab 70),
  • starkes Übergewicht und
  • Rauchen.

Die meisten Todesfälle einer COVID-19-Infektion sind schließlich durch Überlastung des Immunsystems mit Botenstoffen und letztlich sein Versagen mit einer Sepsis in Folge, verursacht.

Vermeidung einer Ansteckung

Wie inzwischen allgemein bekannt, gilt:

  • Das Meiden jeglicher Menschenansammlungen
  • ein Abstandhalten zu anderen Menschen (mindestens 1,5 m),
  • das Meiden von öffentlichen Verkehrsmitteln und
  • das Meiden von Verkehrsmitteln, in denen Klimaanalagen

für die Zirkulation der Luft und damit auch für die Zirkulation der Erreger sorgen, dies gilt insbesondere für Personen der genannten Risikogruppen unbedingt.

  • Bundesweit verbindlich: Das Tragen einer Mund- und Nasenmaske (o.ä.) verbindlich ab dem 27.04.2020 in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen.

Anmerkung: Das Tragen dieser einfachen Maske schützt nicht vor der eigenen Infektion, sondern vermindert nur das Ansteckungsrisiko für Andere. Zu beachten sind auch das korrekte Anlegen, Wechseln bzw. Waschen oder Desinfizieren dieser.

Die Dauer der Übertragbarkeit ist derzeit noch nicht abschließend gesichert. Auf aktueller Datenbasis wird geschätzt, dass Patienten etwa 2,5 Tage vor Symptombeginn bereits infektiös sind. Wann dies nicht mehr der Fall ist, kann derzeit nicht sicher gesagt werden (RKI, 17.04.2020). In einer kleinen Studie waren vermehrungsfähige COVID-19-Viren aus Rachen und Sputum bis zum 4. bzw. bis zum 8. Tag nach Symptombeginn nachweisbar.
Ein Viren-Nachweis gelingt jedoch

  • auf Edelstahl- und Kunststoffoberflächen bis zu drei Trage,
  • in Aersosolen (Tröpfchen in der Umgebungsluft) bis zu drei Stunden (laut einer aktuellen Studie),
  • auf Pappe und Papier bis zu 24 Stunden und damit deutlich länger als bei dem verwandten Corona-Virus der SARS-Epidemie von 2003.

Zum Vergleich:
Gesichert ist, dass sich die Influenza-Viren (s. auch die Symptom-Tabelle) bis zu 48 Stunden auf Oberflächen, Noro- und Rhino-Viren, die z.B. für massive Durchfälle verantwortlich sind, sogar bis zu 7 Tage und Streptokokken auf trockenen Oberflächen sogar bis zu 6 Monate nachweisen lassen.

Am Beispiel der Influenza-Epidemien („echte Grippe“), sind saisonale Schwankungen bekannt und gut untersucht. Diese „echten“ Grippeviren verbreiten sich in unseren Breitengraden bevorzugt im Winter bei regelmäßig tieferen Temperaturen und deutlich trockener Luft. Laborversuche haben belegt, dass eine niedrige, absolute Luftfeuchtigkeit die Übertragung dieser Viren begünstigt. Dies bestätigen auch Daten aus den USA. Dies gilt jedoch nur in unseren gemäßigten Zonen. Bei uns liegt die „Grippe-Saison“ daher stets im Winter bei vermehrten Aufenthalten in geschlossenen und schlecht belüfteten Räumen.

Untererfassung der Infizierten

In Deutschland geht die Zahl der durchgeführten Laborteste auf eine COVID-19-Infektion gegen 2 Millionen. Dies bedeutet, dass etwa erst 2% unserer Gesamtbevölkerung - zumindest einmal – auf COVID-19 getestet wurden. Damit ist nur ein relativ kleiner Teil der Gesamtbevölkerung getestet. Die tatsächliche Anzahl Infizierter kann daher nur geschätzt werden. Aktuell gibt es nur 2 Studien zur Schätzung der Untererfassung aus China. Danach wurden dort lediglich 5% bzw. geschätzt 9,2% der Infizierten im dortigen Überwachungssystem erfasst. Dies bedeutet konkret, dass die Anzahl an Infizierten um einen Faktor 20 bzw. 11 größer sein könnte. Mit Stand vom 22. April 2020 haben wir in Deutschland rund 146.000 Infizierte und 4.879 an oder mit Corona Verstorbene (RKI). Zieht man die in China im Januar 2020 ermittelten Relationen zwischen erfassten an COVID-19 erkrankten und den geschätzten nicht-erfassten Patienten heran, so kommen wir bereits in Deutschland auf eine Zahl von zumindest deutlich mehr als 1 Million infizierten Menschen. Von den rund 146.000 bestätigten Infektionsfällen in Deutschland gelten etwas über 41.000 Menschen als aktuell infiziert, d.h. als potentielle Überträger. Hinzu kommt die oben erwähnte Dunkelziffer, die nur geschätzt werden kann.

Einschränkung

Berücksichtigen muss man dabei, dass unser jetziger Kenntnisstand zu diesem neuen COVID-19-Virus (SARS-CoV-2) teilweise erst wenige Wochen, bzw. Monate alt ist. Er beruht auf Untersuchungen in vielen betroffenen Ländern mit unterschiedlichen Gesundheitssystemen, Erhebungsdaten, usw., und wird dabei von einer riesigen Zahl von Mitteilungen, Beobachtungen und Meinungsäußerungen bis zu gezielten Falschmeldungen, vorzugsweise in den elektronischen Medien, begleitet.

Immunität

Knapp 100.000 Menschen der in Deutschland am 21. April gemeldeten Infektionsfälle gelten als genesen. Erste Studien haben gezeigt, dass Menschen nach überstandener COVID-19-Infektion, spezifische Antikörper gegen das Virus entwickeln. Davon leitet man ab, dass sie nur ein geringes Risiko für eine erneute Infektion haben. Unklar bis heute ist jedoch, ob dies auf alle Betroffenen zutrifft und wie stabil und dauerhaft dieser Schutz anhält. Erfahrungen mit früheren Corona-Viren-Infektionen, und zwar SARS (von 2002 - 2003) und MERS (von 2012 – heute), lassen vermuten, dass diese Immunität bis zu drei Jahre anhalten könnte (RKI).

Voraussichtliche Entwicklung

Wie sich das Corona-Virus weiter ausbreiten wird, ist derzeit spekulativ, da es sich um ein neuartiges Virus handelt. Weltweit sind mit Datum vom 22. April mehr als 2,5 Millionen Menschen mit COVID-19-Viren infiziert (John Hopkins University). Etwas mehr als 1,7 Millionen von Ihnen, d.h. gut 71.000 mehr als am Vortag, gelten als aktiv infiziert und etwa 178.000 Menschen starben bisher mit oder an COVID-19. Wenn man dies, z.B. mit der HIV/Aids-Pandemie vergleicht, die seit 1981 bis heute geschätzt 23 – 35 Millionen Opfer (Handelsblatt, 14.04.2020) gefordert hat, können wir, wenn weltweit die Maßnahmen nicht strikt eingehalten werden, das gesamte Ausmaß der aktuellen Pandemie grob ahnen. Nach der selben Quelle, hier Stand vom 7. April 2020, lag die Todesfallrate nach Masern (ungeimpft) bei 1 – 3% im Vergleich zu Pocken (ungeimpft) mit 30 – 90% unter COVID-19 im weltweiten Durchschnitt bei 5,6%. Dabei hat COVID-19 eine etwa nur halb so hohe Ansteckungsrate wie Pocken, bzw. etwa ein Fünftel der von Masern.

Vorbeugung

Allgemein gilt spätestens seit Ignaz Semmelweis und das seit 1848 (!), wenn man mit potentiell infektiösen Gegenständen oder Körperoberflächen angefasst hat, muss ein sorgfältiges Waschen der Hände mit Seife über 30 Sekunden und unter fließendem Wasser jedes Mal nach diesem Kontakt erfolgen.

Auch die unwillkürliche, bei jedem zu beobachtende Berührung des Gesichtes mit den Händen ist strikt zu unterlassen.

Selbstverständlich sind die allgemeinen Hygiene-Vorschriften penibel einzuhalten, d.h. neben dem

  • sorgfältigen Händewaschen,
  • Benutzen von Einmaltaschentüchern,
  • Niesen in die Armbeuge,
  • Meiden jeglicher Nahkontakte mit möglicherweise infizierten Oberflächen und das
  • Meiden jeglicher Menschenansammlungen.

Wenn dies nicht immer möglich ist, wie z.B. in der Apotheke oder beim Lebensmitteleinkauf, ist ein Sicherheitsabstand von zumindest 1,5 Metern strikt einzuhalten.

Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen

Die Empfehlung der deutschen Spezialisten für Atemwegserkrankungen und der medizinischen Fachgesellschaften bleibt unverändert: Auch in der aktuellen COVID-19-Epidemie soll eine individuell gut eingestellte und erfolgreiche Inhalationstherapie von Asthma und COPD, insbesondere mit den inhalativen Kortikosteroiden (ICS), unverändert fortgesetzt werden!

Eine oft drohende Krankheitsverschlechterung bei eigenmächtiger Änderung oder Absetzen der Inhalationstherapie ist durch eventuell notwendige Arztbesuche oder sogar Krankenhausaufenthalte für Patienten mit z.B. COPD oder Asthma wesentlich riskanter, als die theoretisch erhöhte Ansteckungsgefahr bei Fortführung der verordneten Inhalationstherapie.

Gleiches gilt für Patienten mit einem behandelten Bluthochdruck. Als Eintrittspforte nutzt das COVID-19-Virus die in der Zellmembran verankerten Rezeptoren für ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme-2), die sowohl in Zellen der Lunge als auch wahrscheinlich des Herzmuskels vorhanden sind. Dieses Enzym gehört zu einem Regelkreis, der maßgeblich für eine gewünschte Blutdrucksenkung ist. Hier setzen die in Deutschland bei ca. 16 Millionen Menschen den Blutdruck senkenden ACE-Hemmer und zusätzlich noch bei der Hälfte dieser Patienten eingesetzten Sartane pharmakologisch an. Aus diesem Grunde warnen die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und die Deutsche Hochdruckliga dringend davon ab, diese Blutdrucksenker eigenmächtig abzusetzen.

Aktuell wird auch über Spätfolgen einer COVID-19-Infektion, wie z.B. eine Lungenfibrose oder neu auftretende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, diskutiert. Um hier Klarheit zu gewinnen, wurde aufgrund einer deutschen Initiative ein europäisches Fallregister „LEOSS“ gegründet, in dem bereits Daten von 1.025 COVID-19-Patienten zugänglich sind.

Aussichten auf eine Impfung

„Da es bislang kein Medikament gegen COVID-19 gibt, stellt bei schwer daran Erkrankten die Beatmung derzeit die einzige Behandlungsmöglichkeit dar“, so Professor Torsten Bauer, stellvertretender Präsident der DGP.

Derzeit wird weltweit in etwa 100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Hochdruck an Impfstoffen gegen das neue COVID-19-Virus gearbeitet. Darunter sind auch zwei deutsche Gesellschaften. Bis Ende April sollen bereits fünf Phase 1 Prüfungen an gesunden Probanden mit Erprobungen von Impfstoffkandidaten begonnen haben.

Voraussetzungen sind allerdings die Erfüllung aller arzneimittelrechtlicher Auflagen und natürlich auch die Ergebnisse sich anschließender klinischer Prüfungen, die bei Impfstoffen, trotz des akuten, riesigen Druckes, sehr streng sind. Mit einem Impfstoff ist daher bei schnellstmöglicher Entwicklung und Prüfung optimistisch erst im kommenden Jahr zu rechnen. Hinzu kommt allerdings die Produktion für einen dann weltweiten Bedarf. Inzwischen gibt es sogar schon Stimmen in Deutschland, die gegen COVID-19 eine nationale Impfpflicht fordern.

Bis dahin aber sind wir nicht hilflos. Wir haben ein funktionierendes und stabiles Gesundheitssystem. Derzeit existieren in Deutschland ca. 27.100 „Intensivbetten“ (divi.de, 20.04.2020). Zum gleichen Zeitpunkt wurden deutschlandweit 1.816 COVID-19-Patienten beatmet. Das setzt voraus, dass sich ALLE, aber wirklich auch ALLE, an die Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen ausnahmslos halten.
Das bedeutet, dass es „keine Öffnungsdiskussionsorgien“ (Angela Merkel, 20.04.2020) und zu frühzeitige Lockerungen im Interesse aller dringend notwendiger Einschränkungen gibt.

Ich denke, gemeinsam schaffen wir das!

Schon 1910 erkannte Rainer Maria Rilke: „Die Gefahr ist sicherer geworden als die Sicherheit“.

Bleiben Sie vor allem weiter konsequent, geduldig und so gesund!

Dr. med. Michael Köhler


 

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